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Kritik am Förderprogramm für Mehrgenerationenhäuser

(C) Dieter Schütz / pixelio.de

Die Förderung für die ersten Mehrgenerationenhäuser läuft Ende des Jahres aus. Das Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend hat im Juli daher ein Folgeprogramm aufgelegt. Doch nun kommt Kritik von der Arbeiterwohlfahrt.

Das Folgeprogramm hat ein Volumen von 50 Millionen Euro und ist bis 2014 aufgelegt. Inhaltlich setzt das Bundesfamilienministerium mit dem Folgeprogramm neue Schwerpunt für die Arbeit der Häuser:

  • Alter und Pflege: Beratungsangebote für alte Menschen, Pflegebedürftige und Demenzkranke und ihre Angehörigen
  • Integration und Bildung: Integrationsfördernde und bildungsunterstützende Angebote
  • Haushaltsnahe Dienstleistungen: Ausbau von Mehrgenerationshauses als die Drehscheibe für familiennahe Dienstleistungen der Kommune
  • Freiwilliges Engagement: Stärkere Vernetzung mit anderen Einrichtungen und Initiativen.

Insgesamt 450 Mehrgenerationshäuser können an dem neuen Programm teilnehmen, grundsätzlich eines für jeden Landkreis und jede kreisfreie Stadt. Ziel soll es laut Bundesministerium sein jedes Haus mit einem jährlichen Zuschuss von 40.000 Euro auszustatten. Aus Bundes- und EFS-Mittel sollen 30.000 Euro kommen, die restlichen 10.000 Euro sind der Anteil der Kommune, welcher auch durch eine mietfreie Bereitstellung von Räumlichkeiten eingebracht werden kann.

Doch Kritik kommt nun vom Bundesverband der Arbeiterwohlfahrt unter anderem am dem Anteil der Kommunen von 10.000 Euro. In einer Pressemitteilung erklärte der Wohlfahrtsverband, dass durch die schwierige Kassenlage der Kommunen diese zwar mietfreie Räume zur Verfügung stellen können, allerdings nicht in Höhe des erforderlichen Eigenanteils von 10.000 Euro pro Haus. “Wir dürfen nicht zulassen, dass deswegen Häuser geschlossen werden.” betont der AWO Bundesvorsitzende Wolfgang Stadtler.

Weiterhin kritisiert die AWO – die das Förderprogramm prinzipiell begrüßt – auch die kurze Förderdauer. “Die kurze Förderdauer von nur drei Jahren verhindert eine langfristige Angebots- und Ressourcenplanung”, kommentiert Stadtler diese Grenze. Stadtler weiter: “Den Häusern fehlt die langfristige Planungssicherheit.” Nach 2015 möchte der Bund aus der Finanzierung der Häuser aussteigen.

Weitere Informationen zu Mehrgenerationenhäusern gibt es im Internet unter http://www.mehrgenerationenhaeuser.de

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