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Sozialwirtschaft: Branche ist optimistisch

(C) Sebastian Staendecke, modern-props / PIXELIO.DE

Nach einer Deloitte-Umfrage in der Sozialwirtschaft ist die Branche optimistisch, trotz sinkender Einnahmen. Auch ist die Spezialisierung ein immer wichtigeres Thema in der Sozialwirtschaft wie die Studie herausfand.

Nach der Studie entwickelten sich im letzten Jahr die Unternehmen der Sozialwirtschaft konjunkturunabhängig. Zwar sanken die Erträge aus Entgelten und Zuschüssen bei knapp zwei Dritteln der befragten Sozialdienstleister, zudem gingen bei über der Hälfte deutlich weniger Spenden ein. Dennoch bestehen nach wie vor ausreichende Investitionskapazitäten, da die Banken ihre Kreditvergabe nicht signifikant verschärft haben.

Die Unternehmen rechnen weiterhin, dass sie ihre stationären Angebote wegen sinkender Nachfragen reduzieren oder ihr Leistungsportfolio insgesamt verkleinern werden. Auch sind die Anbieter überzeugt davon, dass sie zukünftig zusätzliche Einnahmequellen erschließen müssen, um Kostensteigerungen aufzufangen.

Als eine weitere “Baustelle” für die Sozialunternehmen wird die Rekrutierung von Fachkräften eingeschätzt, wie der aktuelle Deloitte-Report zeigt. Damit bestätig die Studie einen Trend der schon länger, gerade in der Pflegebranche, bekannt ist: der Fachkräftemangel.

Ralph Höll, Partner im Bereich Sozialwirtschaft bei Deloitte erklärte zur Studie: “Trotz geringerer Zuschüsse und möglicher künftiger Fundraising-Probleme: Die Unternehmen der Sozialwirtschaft können sich einer stabilen, wahrscheinlichen sogar ansteigenden Nachfrage sicher sein. Dies allein schon unterscheidet sich von den meisten anderen Branchen. Dennoch sind erhebliche Herausforderungen zu erwarten.”

Interessant finde ich auch, dass zwei Drittel der befragten Unternehmen sich zukünftig stärker spezialisieren wollen und so eine Differenzierung im Wettbewerb erreichen möchten. Hier kann man auch noch festhalten, dass Outsourcing, auch wenn in den Medien immer wieder behauptet, nicht zu den bevorzugen Instrumenten gehört. Knapp drei Viertel planen keine derartigen Maßnahmen, einige haben Auslagerungen sogar wieder rückgängig gemacht.

“Wir haben festgestellt, dass sich die Unternehmen intensiv mit der wirtschaftlichen Stabilität nach marktwirtschaftlichen Kriterien befassen. Dazu gehören eine effiziente Kostensteuerung, strategische Anpassung des Leistungskonzeptes, Unternehmenssteuerung auch bei knappen Mitteln, Finanzierung von Investitionen sowie Risikomanagement-Systeme. Denn trotz weitergehender Konjunkturabhängigkeit – Gründe für die Optimierung der Finanzlage bestehen zu Genüge”, schließt Sabine Lauer, Senior Managerin im Bereich Sozialwirtschaft bei Deloitte bei der Vorstellung der Studie.

Der komplette Report kann auf der Homepage der Firma Deloitte kostenfrei heruntergeladen werden.

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