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Pflege-Dialog gegen den Pflegefachkraftmangel

(c) pixelio.de / matchka

Schon heute merken Einrichtungen der Altenpflege, dass es an qualifiziertem Personal fehlt. Nach Berechnungen des statistisches Bundesamtes fehlen in der Pflegebranche im Jahr 2025 rund 152.000 Beschäftige. Um diesen Mangel zu beheben, muss der Beruf attraktiver werden. Wie dies geschehen kann diskutierte Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler beim Pflege-Dialog.

“Bereits heute haben wir teilweise einen Mangel an Fachkräften. Wegen der demografischen Entwicklung wird sich die Situation weiter verschärfen. Deshalb brauchen wir bessere Rahmenbedingungen beim Pflegeberuf”, sagte der Minister am Rande des Pflege-Dialogs. Rösler möchte durch verschiedene Maßnahmen den Beruf attraktiver machen.

So schwebt ihm vor die Ausbildung von Kranken- und Altenpfleger zusammen zulegen und diese in einem Ausbildungsberuf zu bündeln. “Denn so haben Nachwuchskräfte mehr Möglichkeiten, einen sicheren und für sie geeigneten Arbeitsplatz zu finden”, so Rösler weiter. Diese Zusammenfassung der Berufe unterstützen auch die anderen Teilnehmer an der gemeinsamen Veranstaltung.

Weiterhin sollen auch die Zugänge für ausländische Fachkräfte erleichtert werden. Allerdings stellte Rösler auch fest, dass die Zuwanderung allein das Problem des Fachkräftemangels in der Pflege nicht löse.

Der Deutsche Pflegerat spricht von einem “Meilenstein” der durch die heutige Veranstaltung erreicht worden ist. Das Fachkräfteproblem ist auch in der Politik „angekommen“ und wird auch „anerkannt“, so Verbandspräsident Andreas Westerfellhaus.

Ich finde diese Dialogveranstaltung auch sinnvoll, da das Fachkräfteproblem in der Altenpflege akut ist. Aus persönlichen Gesprächen höre ich immer wieder wie schwierig es für Einrichtungen ist geeignetes Personal zu bekommen.

Allerdings finde ich es kritisch, dass bei der gestrigen Veranstaltungen und den folgenden nur über Maßnahmen gesprochen wird, aber nicht wie diese finanziert werden sollen. Denn über die künftige Finanzierung der Pflege soll lt. Gesundheitsminister Rösler erst am Ender der Gespräche im kommenden Jahr geredet werden.

Ich bin der Auffassung, dass eine Verbesserung der Pflegeberuf aber nur erfolgen kann, wenn auch innerhalb der Gesellschaft die Pflege höher anerkannt wird. Spätestens dann wenn es direkt auf die Bürger durchschlägt, zum Beispiel durch eine Erhöhung des Satzes für die Pflegeversicherung, bin ich mir unsicher ob dann Forderungen die jetzt noch aufgestellt werden, letztendlich auch umgesetzt werden.

Es ist aber auch klar: Eine Stärkung des Pflegeberufes kann es aus meiner Sicht nur durch eine finanzielle Besserstellung der Pflegeversicherung geben.

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