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Haiti-Erdbeben lockt Spenden-Betrüger

(C) pixelio.de / nw-foto

Die WirtschaftsWoche berichtet in ihrer aktuellen Ausgabe über Spenden-Betrüger, die sich die Erdbebenkatastrophe in Haiti zu Nutzen machen.

Das FBI, die amerikanische Bundespolizei, hat sogar schon eine Sonderkomission eingerichtet, um diese Betrüger zu jagen. Auch deutsche Organisationen sind von solchen Betrügern betroffen. So berichtet die WirtschaftsWoche, dass vor allem das Deutsche Rote Kreuz (DRK) davon betroffen ist. Dies berichtet die Organisation selbst und das Deutsche Zentralinistut für soziale Fragen (DIZ).

Unbekannte haben die Internetseite des DRK nachgebaut und die Spendenkontennummer ausgetauscht. Besucher, die darauf reingefallen sind, haben dann nicht an das DRK gespendet, sondern an die Betrüger.

Auch ziehen Betrüger mit Spendendosen von Haustür zu Haustür oder sammeln in Innenstädten Geld für die Opfer des Erdbebens, das dann aber nie in der Katastrophenregion ankommt. Möglich macht dies die Abschaffung des Sammlungsgesetzes in vielen Bundesländern.

So stellen nur noch die Bundesländer Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, das Saarland, Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern Sammlungen unter staatliche Aufsicht. So war es in Bayern bis vor ein paar Jahren auch noch. Um eine öffentliche Sammlung oder eine Haustürsammlung durchzuführen, musste diese angemeldet werden und vom Bundesland offiziell bestätigt werden. Da dies nun nicht mehr so ist, können sich Betrüger in die Innenstadt stellen oder von Haustür zu Haustür gehen und sich als Mitarbeiter einer Hilfsorganisation ausgeben. Gerade aber bei dieser Form des Sammelns von Hilfsgeldern lässt sich nur sehr schwer überprüfen, ob die angebliche Organsiation seriös ist oder nicht.

Allerdings kann laut der WirtschaftsWoche das DZI nicht sagen, wie weit verbreitet der Spendenbetrug in Deutschland ist. Insofern empfiehlt es sich, nur an große und bekannte Hilfsorganisationen zu spenden und gerade bei Spenden im Internet darauf zu achten, dass man auf der richtigen Homepage ist. Auch kann hier das Spenden-Siegel des DZI ein Anhaltspunkt für seriöse Organisationen sein.

Wer noch für die Erdbebenopfer in Haiti spenden möchte, kann sich an einer Listen von Spendenkonten von tagesschau.de orientieren.

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2 Kommentare

  1. Sowas ist echt das Letzte. Wahrscheinlich ist die Strafe auf sowas auch nicht so hoch wie sie eigentlich sein sollte.

    • Ich weis gar nicht wie hoch die Strafe für sowas ist. Ich glaube aber das die meisten gar nicht erwischt werden. Wenn da nämlich jemand mit Spendendose in der Stadt oder vor der Haustür steht stecken wahrscheinlich genügend Menschen mal ein paar Cent oder ein paar Euro rein ohne genau zu schauen von wo er kommt. Und dann ist er weg und keiner weis mehr woher er kam…

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